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Traumurlaub in geschichtsträchtigen Gemäuern

Cuendet, der Vermieter stilvoller Feriendomizile, bietet seinen Kunden ein breit gefächertes Angebot. Von hochwertigen Stadtwohnungen in Rom bis hin zu Landsitzen in landschaftlich reizvollen Lagen, hält der Italien- und Frankreichspezialist attraktive Urlaubsmöglichkeiten für jeden Geschmack bereit. Allein in der Toskana stehen 2000 Villen und Residenzen zur Verfügung ? so zum Beispiel der originale Landsitz der Medici oder das gerade renovierte Borghetto de Cortennano, dessen Ursprünge bis ins 14. Jahrhundert zurückreichen.

Das Borghetto de Cortennano besteht aus einem Häuserkomplex mit insgesamt 15 geschmackvoll eingerichteten Appartements und lockt zudem mit einem Schwimmbad, einem Weinkeller und einem Garten mit Olivenbäumen und Weinstöcken. Bei der Neugestaltung und Einrichtung des Urlaubsdomizils orientierte sich Cuendet voll und ganz an der wechselvollen Geschichte des Anwesens, das nun im Ambiente des 14. Jahrhunderts erscheint. Bis ins zwanzigste Jahrhundert hinein wechselte das Borghetto immer wieder seine Besitzer. Darunter waren solch klangvolle Namen wie im Jahr 1410 die florentinische Adelsfamilie Acciaiuolo, im Jahr 1598 der Erzbischof von Pisa Carlo Antonio dal Pozzo und fast 300 Jahre später, 1867, die königliche Hoheit Herzogin von Aosta. Seit 1999 ist das Anwesen im Besitz der Familie Bimbi und steht dank Cuendet anspruchsvollen Urlaubern offen.

alter Springbrunnen am Forum Romanum

Mindestens genauso viel Geschichte können Urlauber einatmen, die auf dem Landsitz der Medici residieren. Die Villa Medicea Poggio Bartoli, im Herzen der Toskana, bietet in ihren größtenteils mit antiken Möbeln ausgestatten Räumen bis zu zwölf Personen Platz. Mit allen Annehmlichkeiten lässt sich in der Anlage aus dem 15. Jahrhundert exklusiv auf den Spuren der Medici und anderer toskanischer Adelsfamilien wandeln.

Die Familie Medici, die im Florenz des 15. und 16. Jahrhunderts zu den mächtigsten und reichsten zählte, war vor allem für ihr Mäzenatentum bekannt. Für den Bau vieler Villen und Residenzen im Umland von Florenz beauftragte sie nur die besten Künstler ? so auch für die Villa Medicea Poggio Bartoli, die die Medici als Land- und Jagdsitz nutzten. In den darauf folgenden Jahrhunderten war die Residenz im Besitz verschiedener florentinischer Adelsfamilien, deren Wappen immer noch die Fassade der Villa schmücken. Heute residieren in den Gemäuern Urlauber und genießen unter anderem die große Terrasse, den herrlichen Innenhof, den Aussichtspunkt und das eigene Schwimmbad ? sowie natürlich die toskanische Landschaft.

Quelle: Ehrenberg M&K / pairola-media (Erika Winterfeld)

Auf Sizilien "ist der Schlüssel zu allem"

Von Sven Sevens

Wer durch Sizilien reist, könnte meinen, er befinde sich im Traumland von Daniel Cohn-Bendit, dem ehemals Beauftragten für Multikulturelles der Stadt Frankfurt. Griechen und Phönizier beherrschten die größte Insel im Mittelmeer ebenso wie später die Römer oder der Germanenfürst Odoakar im Jahre 476. Die Moslems landeten 827 in Sizilien, in Marsah el Allah. Dem "Hafen Gottes" - der Stadt, die heute Marsala heißt, woher der schwere sizilianische Süßwein gleichen Namens stammt.

Im elften Jahrhundert brachten die Normannen das Eiland in ihre Gewalt, dann die Stauffer unter Friedrich II. , schließlich die Spanier und 1720 Karl VI. von Österreich. Nach der Landung von Guiseppe Garibaldi 1860 wurde Sizilien endlich Teil Italiens, wenngleich es auch später einen besonderen Autonomiestatus erhielt.

Exkursion zum Etna

All diese Eroberer hinterließen ihre Spuren und machten Sizilien so zu einer Schatzinsel für die Kultur der alten Welt. "Schenken sie uns drei Wochen ihres Lebens und wir geben ihnen 3000 Jahre Geschichte", wirbt daher auch Siziliens Regierungssprecher Francesco Scoma für seine Heimat.

Wer also auf den Spuren der Geschichte wandeln möchte, wird die Stadt Agrigent besuchen und im "Tal der Tempel" den Tempel des olympischen Zeus besichtigen. Er ist der drittgrößte Tempel der griechischen Welt. Zwischen den Säulenbauten stehen wie auf der ganzen Insel farbenprächtige Mandelbäume, die zur Blüte schon im Februar ihren Duftschleier über die Historie ausbreiten.

Auch in Syrakus sieht man, was der Naturphilosoph Empedokles im fünften Jahrhundert meinte, als er über seine Landsleute sagte: "Sie essen, als ob sie morgen sterben müssten. Und sie bauen, als ob sie ewig leben würden." Hier im archäologischen Park steht das griechische Theater mit einem Durchmesser von 138 Metern, aus dem Felsgestein des Hügels gearbeitet, oder der fast 200 Meter lange Altar der Hieron, auf dem die Opferriten vollzogen wurden. Zu bewundern ist auch das römische Amphitheater aus dem dritten nachchristlichen Jahrhundert.Catania hingegen, am Fuße des Ätna gelegen, ist eine dunkle, aus dem Gestein des Vulkans gebaute Stadt, mit einem Amphitheater, Kathedralen und dem römischen Theater ebenfalls reich an historischen Bauten. Der Ätna, Europas größter noch tätiger Vulkan, bietet eine besondere Attraktion: In den Wintermonaten kann man hier Skifahren, während am Fuß des dampfenden Kolosses schon die Mimosen blühen.

Die Deutschen bilden nach den Franzosen die zweitgrößte Gruppe ausländischer Touristen. Sie wandeln auf den Spuren Goethes, der 1787 hier erkannte: "Italien ohne Sizilien macht gar kein Bild in der Seele: Hier ist der Schlüssel zu allem."

Quelle: pairola-media

Malta - Geschichte zwischen Orient und Okzident

In den Straßenschluchten Maltas

Maltas Geschichte reicht mehr als 7000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Der maltesische Archipel erlebte in der jüngeren Steinzeit ein goldenes Zeitalter, von dem heute die mysteriösen Megalithtempel zeugen. Später herrschten die Phönizier, die Karthager und die Römer, bevor diese die Inseln den Arabern überließen. Aber es waren die Ritter des Johanniterordens, die an das Vermächtnis des heiligen Paulus und der ersten Christen anknüpften und die maltesische Inselgruppe zu einem neuen und bedeutenden Zeitalter führten. Sie etablierten im 17. und 18. Jahrhundert eine Hochburg europäischer Zivilisation auf Malta.

Im Herzen des Mittelmeers gelegen, war Malta zu jeder Zeit ein Zufluchtsort für Seefahrer. Die aus Europa und wahrscheinlich aus Sizilien stammenden ersten Bewohner Maltas hatten mehr als alle anderen Völker einen Hang zur Mystik. Das fruchtbare und möglicherweise von Zwergelefanten besiedelte Malta war ein Paradies, vielleicht errichteten die ersten Bewohner deshalb aus Dankbarkeit jene kolossalen Tempel, die sie der Göttin der Fruchtbarkeit widmeten. Das Hypogäum von Hal-Saflieni, die Tempelanlagen in Tarxien nahe Valletta, Mnajdra, Hagar Qim an der Südküste Maltas oder auch Ggantija auf der Nachbarinsel Gozo sind die besterhaltenen Bauwerke jener Zeit. Ovale Kammem, aufgerichtete Steinblöcke, hintereinander angeordnete Kammern, die zu einem der Muttergottes geweihten Altar führen - alles scheint hier für die Ewigkeit gebaut zu sein.

Auf den Spuren DaVincis

Die Schönheit der Städte und die kulturelle Ausstrahlung verdankt Malta den Rittern des Malteserordens. Deren Geschichte begann im Jahre 1048 in Jerusalem, als Mönche ein Hospital für Pilger schufen. Der Orden war vom Ideal der Selbstlosigkeit und Barmherzigkeit geprägt, verschmähte aber auch den Einsatz von Waffen nicht. Aufgrund ihres Mutes erhielten sie im Jahre 1530 den maltesischen Archipel von Kaiser Karl V. zum Geschenk. Die Ritter gelten noch heute als Retter des Abendlandes, die sich der Ausbreitung der Vorherrschaft des Orients widersetzten. Die "Große Belagerung" Maltas von 1565 leitete den Untergang der osmanischen Herrschaft im Mittelmeer ein.

1814 wurde Malta als Kolonie Großbritannien zugesprochen. Zwei Jahre nach der Staatsgründung 1962 erlangte die Insel vollständige Unabhängigkeit, blieb aber im Commonwealth. Seit 1974 ist Malta eine Republik, die letzten britischen Streitkräfte wurden 1979 abgezogen. Im Juli 1990 hat sich die Republik Malta um die Mitgliedschaft in der Europäischen Union beworben und soll 2004 in die Staatengemeinschaft aufgenommen werden.

Quelle: FVA Malta / pairola-media