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Balearen - der Sommer ist nicht weit

Geographisch gesehen handelt es sich bei den Balearen um ein zusammenhängendes Archipel. Dennoch könnten die Unterschiede zwischen den einzelnen Inseln nicht größer sein. Der Hauptgrund dafür ist auch in der unterschiedlichen Geschichte der vier Hauptinseln zu finden. Auf Mallorca sind heute noch die Spuren der Römer zu sehen, Ibiza wurde stark durch die Eroberungen der Araber und Karthager geprägt und Menorca trägt immer noch die Zeichen der englischen Kolonialherren.

Strand auf den Balearen

Die Inselgruppe ist zum bedeutendsten Ziel und Zentrum des Tourismus im Mittelmeerraum geworden. Doch auch touristische Aktivitäten nehmen je nach Insel verschiedenen Formen an.

Menorca ist ein Naturparadies, das geruhsame Erholung bietet, nach Ibiza zieht es die jugendlichen Nachtschwärmer, die das wilde Partyleben auskosten wollen. Mallorca ist die Insel mit der größten Angebotspalette und ihr Ruf als lebhaftes Reiseziel ist hinlänglich aus den Medien bekannt. Aber auch auf Mallorca gibt es ruhige, idyllische Gebiete fernab von Massentourismus und Ballermann 6.

Alle Inseln bieten ihrem Besucher jedoch eine hervorragende Infrastruktur, ein riesiges Freizeitangebot und den Wechsel zwischen eleganten Badeorten und rustikalen Dörfern, zwischen den traumhaften Sandstränden und der interessanten Landschaft im Landesinnern.

Untereinader sind Menorca, Mallorca und Ibiza durch Flug- und Fährverbindungen zugänglich gemacht worden. Auf dem gleichen Weg lassen sich auch das etwas kleinere Formentera, sowie die vielen Felseninseln erreichen. Unter diesen ist besonders das zum Meer- und Nationalpark erklärte Cabrera erwähnenswert.

Olivenhain auf den Balearen

Begünstigt wird die Anziehungskraft der Inselgruppe noch durch das optimale, gemäßigte Klima, das für das Mittelmeer typisch ist. Im Sommer werden hier Spitzenwerte von ca. 30?C gemessen und auch im Winter versprechen angenehme 15?C und Sonnenschein eine willkommenen Abwechselung zum deutschen Schmuddelwetter. Und das nur zwei Flugstunden von zu Hause entfernt!

Die Balearischen Inseln sind die abgesprengte Fortsetzung des andalusischen Felsengebirges, das sich von Gibraltar über die Sierra Nevada hinzieht. Ein etwa 1500 Meter tiefer Meeresgraben trennt die Inseln vom spanischen Festland. Die gebirgigen Inseln liegen zwischen 80 und 300 km östlich vom spanischen Festland entfernt.

Zu den Balearen gehören die Inseln Mallorca mit Cabrera und Dragonera, Menorca, Ibiza und Formentera. Ibiza und Formentera bildeten im Mittelalter eine eigene Inselgruppe, bekannt unter dem Namen Pityusen.

Im Jahr 2005 wohnten auf den Balearen knapp eine Million Personen, etwas mehr als zwei Prozent der spanischen Gesamtbevölkerung. Rund 80 Prozent davon, etwa 780000 Einwohner, leben auf die mit Abstand grösste Insel Mallorca. Die Balearen sind mit einer Bevölkerungsdichte von 196,1 Einwohner pro km? für spanische Verhältnisse dicht besiedelt (etwa doppelt so stark). Jährlich besuchen etwa 10 Millionen Touristen die Inseln, davon entfallen rund neun Millionen alleine auf die Insel Mallorca. Es leben ungefähr 65.000 Ausländer auf den Balearen, was etwa 13 Prozent aller in Spanien lebenden Ausländer entspricht.